Ich schaff es nicht….

…regelmässig zu schreiben. Weshalb schaff ich es nicht? Ich weiss es nicht. Wahrscheinlich, weil es diese Priorität immer noch nicht zuoberst auf die Liste geschafft hat und weil der Alltag mit viel anderen Dingen gefüllt ist, sodass ich mich abends oder am Wochenende nicht noch an den Laptop setzen mag und die Tasten klimpern lasse. Dies tue ich bereits an fünf Tagen im Büro und so ist es manchmal ganz schön, einfach nur die Buchstaben in einem Buch zu lesen und nicht selbst zu schreiben.

Ich könnte mir jetzt viele Gedanken dazu machen, weshalb ich nicht schreibe. Ist dies schlimm, soll ich überhaupt noch schreiben oder den Blog löschen? Welchen Sinn hat es meine Gedanken hier zu veröffentlichen? Kann ich dies überhaupt noch Blog nennen, wenn ich nicht regelmässig schreibe?
Doch ich versuche mir nicht zu viele Gedanken darüber zu machen und schreibe deshalb lieber wieder einige Zeilen. Es funktioniert. Ich schreibe und schreibe. Ja, vielleicht schreibe ich nun wieder regelmässig, vielleicht auch nicht. Aber was soll’s, ich muss mich nicht rechtfertigen, mich nicht erklären. Nicht für mich und auch nicht für meine Mitmenschen. Zumindest nicht, wenn es um meinen Blog geht. Vielleicht haben die Leser/innen Erwartungen. Erwartungen an meinen Blog, Erwartungen an die Beiträge, Erwartungen an mich. Ja, diese Erwartungen habe ich auch an mich selbst. Und dennoch merke ich immer wieder, dass ich nicht zu hohe Erwartungen haben will. Denn meistens, wenn wir etwas erwarten, dann werden wir enttäuscht. Sei es in der Beziehung, in Freundschaften, bei uns selbst oder Erwartungen an den Tag oder an einen Urlaub. Es ist viel einfacher, wenn wir den Moment auf uns zukommen lassen und unsere Erwartungen zurückstecken. Dann können wir ohne die Erwartungshaltung an Dinge hingehen und werden oft überrascht, wie etwas ist. Habe wir negative Erwartungen trifft es entweder so schlecht ein oder wir bereuen es, weil wir uns so viele Gedanken gemacht haben und alles nur halb so schlimm war wie in unserer Vorstellung.

Besonders bei menschlichen Beziehungen kann ich nicht davon ausgehen, dass mein Vis-a-Vis meine Erwartungen kennt. Wie soll dies auch funktionieren, in einer Welt, in der die Gedanken nicht gelesen werden können? (Ausser sie werden, wie hier, auf einem Blog veröffentlicht :). Es ist auch gut so, dass wir die Gedanken der Mitmenschen nicht lesen können. Ja manchmal wünschen wir uns dies, aber sind wir ehrlich, es ist besser so, wie es ist.

Nicht zu hohe Erwartungen haben….ein Thema, mit dem ich mich oft befasse und es ist definitiv noch Steigerungspotenzial bei mir persönlich vorhanden. Oft habe ich Erwartungen oder Vorstellung wie etwas sein sollte und dann bin ich enttäuscht, wenn es nicht so ist. Egal um was es sich handelt. Aber es ist nicht vorteilhaft, für mich und mein Umfeld, wenn ich dauernd enttäuscht bin, nur weil ich es mir anders vorgestellt habe. Sich dann von meinen Vorstellungen zu lösen fällt mir dann alles andere als leicht.

An diesem Wochenende habe ich mir viel vorgestellt…es wird entspannend, da ich kein Programm habe. Ich kann ausschlafen, ich kann dies machen oder ich mache den ganzen Tag einfach mal nichts. Jaaaaaaaaaaaaaaaaa, es kam alles anders. Aber schlussendlich ist es gut so, auch wenn ich es mir anders vorgestellt habe.

Weshalb kann ich nicht bis um 11 Uhr schlafen, wenn ich mich doch so darauf gefreut habe? Weil mein Körper wohl bereits um 8 Uhr genügend Schlaf hatte. Weshalb? Keine Ahnung.

Weshalb kann ich mein Fotoalbum nicht abschliessen, obwohl ich es mir vorgenommen habe? Weil plötzlich alles gelöscht ist. Weshalb? Keine Ahnung.

Ich mache mir keine weiteren Gedanken dazu. Es ist so, wie es ist. Und ganz ehrlich…wenn wir lange Gedanken an solche „Probleme“ verschwenden können, dann sind es definitiv Luxusprobleme.

In diesem Sinne, schliesse ich den Blogbeitrag ab. Vielleicht habe ich Erwartungen erfüllt, vielleicht auch nicht? Weshalb? Keine Ahnung :) Ich bin gespannt was mich in der nächsten Woche erwartet, aber versuche, ohne grosse Erwartungen den Tag zu beginnen.

Ach ja, ich habe das Design des Blogs geändert. Vielleicht ein Zeichen zum Neuanfang, vielleicht einfach weil es mir gefallen hat. Keine Ahnung weshalb, aber es gefällt mir.IMG_2883.JPG

 

 

 

2 Gedanken zu “Ich schaff es nicht….

  1. Heidi Liechti schreibt:

    esch schön hesch weder gschrebe, i lese das gärn, erwarte das aber ned, also setz dech ned onder Drock, eifach so wies för dech elei stemmig esch zom schriebe.Liebschti Grüess ond e gueti Woche ohni grosse Erwartigsdrock wönscht der dis Mami

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