Jetzt mal ehrlich…

In diesem Beitrag schreibe ich über 10 Themen aus dem Mami-Alltag, die ich mir nie so vorgestellt habe. Ich weiss auch, dass es bei jedem Kind/jeder Mutter anders ist, also sieh dies nicht als absolute Wahrheit an ;-) Es ist ein ganz persönlicher Einblick in meine Emotionen.

Der Einfachheit halber habe ich die Themen dem Alphabet nach geordnet, dies sagt aber nichts über die Wichtigkeit des Thema’s aus.

Angst

Huch zu Beginn gleich ein ernstes Thema. Fünf Buchstaben die es in sich haben. Die Angst wurde für mich ausgeprägter, seit ich Mutter bin. Bereits in der Schwangerschaft hatte ich Gedanken, die ich vorher nie hatte. Ein ganz zentrales Thema, in der Schwangerschaft wie auch jetzt, ist die Gesundheit. Ja, die Angst, dass dem eigenen Kind etwas zustösst oder es krank wird, ist teilweise sehr beängstigend. Natürlich gibt es auch ganz viele andere Ängste/Sorgen.

Deshalb hier mein Rat: Lass dich nicht von der Angst leiten. Bei mir gibt es Momente, da habe ich fast Panik aufgrund der Angst. Die Gedanken überrolen mich teilweise und mir wird schlecht. Manchmal aus dem Nichts und die Tränen schiessen mir in die Augen. Aber ich weiss, dass mir dies nicht weiterhilft und deshalb versuche ich möglichst schnell diese Angst loszulassen.

Bedürfnisse

Mit einem Kind kommen ganz viele Bedürfnisse hinzu. Bedürfnisse, die nicht immer einfach zu sehen oder zu spüren sind. Aber dennoch ist es das Wichtigste, sich auf das Herz und das Bauchgefühl zu verlassen. Denn dies zeigt dir meistens was dein Kind braucht. Aber auch was du brauchst. Denn ganz wichtig finde ich es, dass auch deine Bedürfnisse nach wie vor Platz haben. Als Mutter schiebe ich meine Bedürfnisse ganz weit nach hinten. Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind nun eine Seltenheit. Doch sie sind kostbar und wir Mütter müssen uns Sorge tragen.

Emotionen

Von Emotionen wirst du als Elternteil nicht verschont. Im Gegenteil. Ich erlebe als Mutter Emotionen, die wie Tag und Nacht sind. Freud und Leid sind manchmal so nah beieinander. Bei mir, wie bei unserem Sohn. Wie sagt man hier so schön: „Uusem Lächli gits es Bächli“. All die Emotionen gehören dazu und ich finde wir sollten diesen Emotionen auch Raum geben. Es ist normal, dass wir mega glücklich sind und von unserem Kind schwärmen. Es ist aber auch normal, dass wir nur noch weinen und völlig überfordert sind. Auch Wut gibt es. Ich war schon oft einfach nur „hässig“ und wünschte mir ich könnte einfach nur für mich sein. Wut ist eine Emotion, die Kinder erleben, aber auch ich als Mutter. Die Frage und die Antwort ist, wie ich damit umgehe.

Ich wünsche mir, dass wir offen darüber reden. Denn wie oft erleben wir als Eltern, dass wir uns für unsere Emotionen oder die von unserem Kind schämen? Ganz ehrlich: Wir wollen ganz oft lieber anderen Menschen, als uns selbst gefallen.

Energie

Schon manchmal habe ich ab mir gestaunt. Dass ich nach einer Nacht mit knapp drei Stunden Schlaf am nächsten Tag noch konzentriert arbeiten kann. Nicht nur nach einer solchen Nacht, sondern nach Wochen des Schlafentzugs. Ich finde es vor allem bemerkenswert, wie viel Energie Eltern von kranken Kindern aufwenden. Und diese Energie, gepaart mit der unglaublichen Liebe, können wir wohl nur aufbringen, wenn es um unsere Liebsten geht. Kaffee hilft natürlich auch ;-)

Liebe

Es ist wahr. Eine solche Liebe wie zu deinem eigenen Kind kennst du nicht. Sie ist auch nicht erklärbar. Sie ist einmalig und wunderschön. Und eigentlich gibt es hier gar nichts mehr anzumerken. Es ist vor allem auch die Liebe, die dir von deinem Kind geschenkt wird. Ganz ehrliche Liebe. Roh und schön wie ein Diamant.

Momente

Die Momente sammeln. Aufsaugen, geniessen. Die anstrengenden Momente akzeptieren, im Wissen, dass bald wieder sehr schöne Momente kommen. Mit einem Kind lebe ich wieder mehr im Moment. Mehr im Jetzt. Wenn ich mich dem Spiel, dem Buch, der Fantasie ganz hingebe, dann spüre ich, dass ich glücklich bin. Und ich weiss, dass auch unser Sohn glücklich ist. Weil wir uns gemeinsam diesen Moment schenken. Eigentlich sollte dies jeder Mensch tun, auch ohne ein Kind. Aber leider geht es oft vergessen, dass wir diesen einen Moment nur ein einziges Mal erleben.

Nahrung

Ich hätte nicht gedacht, dass die Nahrungsaufnahme so viel Zeit und Raum einnehmen wird. Klar, ist dies essentiell. Es beginnt bereits zu Beginn mit dem Stillen. Klappt dies oder nicht? Falls nicht, wie weiter? Und hey die Liebe zu deinem Kind wird nicht mit dem Stillen definiert. Auch wenn dir dies einige Personen das Gefühl geben. Bei uns war das Stillen eher ein Kampf als eine wunderschöne Angelegenheit. Der Schoppen war einige Monate top. Von einem Tag auf der anderen aber auch nicht mehr. Und zack, beginnt schon wieder eine neue Ära. Der Brei kam zum Glück sehr gut an. Aber auch mit mehr als zwei Jahren ist das Essen immer noch ein Thema und dies wird sich wohl so schnell auch nicht ändern. Teilweise nervt mich dieses Thema so. Aber es ist wie es is(s)t :-)

Organisation

Ein bisschen öde, bünzlig oder klischeehaft. Doch es stimmt. Die Organisation erleichert einem als Eltern sehr vieles. Sind die Windeln, Kleider, Medikamente immer aufgefüllt und sortiert, dann erleichert dies den Alltag. Auch wenn die Wickeltasche immer gut ausgestattet ist, sparst du enorm Zeit. Uns hilft vor allem auch der wöchentliche Einkaufsplan und so gehen wir nur 2x pro Woche einkaufen. Erleichtert den Alltag und ist sparsam. Zudem ist es natürlich die beste Voraussetzung, wenn das Paar möglichst als Team funktioniert.

Schlaf

Das Thema Schlaf oder besser gesagt „Team No Sleep“ ist bei uns sehr präsent. War lange Zeit noch viel präsenter als jetzt. Wer weiss, vielleicht werde ich einmal einen separaten Blogpost darüber schreiben. Da unser Sohn bis zum 9. Lebensmonat wunderbar geschlafen hat, war ich naiv und glaubte, wir werden von diesem Problem verschont. Beziehungsweise ist dachte nicht einmal so konkret daran. Ich ging einfach davon aus, dass dies so jetzt. Aber denkste, von da an folgten Stunden des Wachseins mitten in der Nacht. Schlafentzug ist eine Foltermethode. Dies kann ich bestätigen. Ich wünsche mir oft nichts sehnlicher als Schlaf. Und dass ich an diesen Weihnachtstagen/Neujahrstagen mehrmals ausschlafen durfte, war ein wahres Geschenk von unserem Sohn an mich.

Veränderungen

Als Mutter ändert sich extrem viel. Ich hätte nie damit gerechnet. Nie hätte ich zum Beispiel gedacht, dass ich nach der Schwangerschaft eine Schuhgrösse grösser tragen muss. Nie hätte ich gedacht, dass sich mein Körper so verändert und dies ein langer Weg mit viel Liebe und Akzeptanz ist. Nie hätte ich gedacht, dass ich zu müde bin um zu duschen oder ein Bad zu nehmen. Nie hätte ich gedacht, dass ich mein Kind so oft mit anderen vergleiche. Nie hätte ich gedacht, dass es so eine grosse Herausforderung ist, gemeinsam Zeit als Paar zu geniessen. Es gäbe hier noch ganz viel anzufügen. Ich will damit nur sagen, dass wir die Gedanken, die Ängste, den Stolz und die Emotionen von Eltern erst nachvollziehen können, wenn wir selber in dieser Situation sind.

So, dies war mein emotionaler Einstieg in diese Woche :-) Und wieder einmal ganz ein persönlicher Blogpost…ich mag diese Posts…du auch? Ich freue mich immer über ein Feedback!

Es ist nicht immer so wie es scheint…

…solche Momente kennst du sicherlich auch, oder? Du sagst es geht dir gut, dabei stimmt es nicht. Du lächelst, aber innerlich weinst du. Du gibst anderen Kraft, dabei würdest du jemanden brauchen, der dir Kraft schenkt. Ich glaube, wir alle kennen diese Momente.

Bei mir sind es vor allem die Stunden, in denen mich heftigstes Kopfweh plagt. Kopfschmerzen, die leider immer wieder zu einer Migräne ausarten. Letzten Freitag hatte ich wieder einen solchen Migräneanfall und irgendwie will ich noch einige Worte dazu loswerden.

Ich freute mich schon ganz lange darauf, dass ich mit meiner Freundin ein Openairkonzert besuchen kann. Denn solche Auszeiten sind als Mami wirklich rarer. Gleichzeitig war an diesem Tag auch mein letzter Arbeitstag vor unserer Ferienwoche. Und der letzte Arbeitstag war stressig und ich schaffte es nicht, alles zu erledigen. Zudem war es komisches Wetter. Durch diese Kombination hatte ich bereits am Mittag Kopfschmerzen. Und es ist genau die Kombination, welche bei mir oft Migräne auslöst. Vorfreude und Stress. Irgendwie zuviel für meinen Kopf.

Ich nahm, wie so oft, ein starkes Schmerzmittel und hoffte auf Besserung. Zuhause zog ich mich um und versuchte positiv zu denken, dass die Kopfschmerzen hoffentlich bald abklingen werden. Am Openair angekommen ass ich zuerst mal was. Denn manchmal hilft Essen. Doch die Kopfschmerzen wurden nicht besser. Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Gute Miene zum bösen Spiel. Als die ersten Töne vom Konzert ertönten, und vor allem der Bass, konnte ich nicht mehr. Mir wurde immer schlechter und ich war froh, dass die Toiletten nicht allzu weit entfernt waren. Details erspare ich dir.

Innerlich kämpfte ich schon seit Stunden. Denn eigentlich weiss ich, dass in solchen Momenten nur Schlaf hilft. Ich wollte doch jetzt nicht schlafen, sondern tanzen. Einmal mehr, vermieste mir die Migräne wieder einen schönen Moment. Denn wie ich geschrieben habe, Vorfreude und Stress sind eine schlechte Kombination. Oft ist es auch die Angst im Hinterkopf. Die Angst vor der Migräne. Vielleicht ahnst du es? Ferien, Auszeiten für mich, Polterabend, Hochzeit…immer wieder hat mir die Migräne wunderschöne Momente zerstört.

Manchmal hadere ich. Ich finde es unfair, frage mich wieso, zweifle an mir. Doch, es bringt nichts. Wir alle haben unseren Rucksack mit Sorgen, Nöten und Ängsten zu tragen. Deshalb tat es mir auch gut, dass ich an diesem Abend eine junge Frau getroffen habe, die dieses Leiden kennt und verstanden hat, dass ich nach dem Toilettengang möglich rasch nach Hause wollte.

Auch wenn viele Menschen diese Schmerzen nicht nachvollziehen können, danke ich denen, die mir Verständnis und Trost in diesen Augenblicken schenken.

Moni

Ich schreibe, weil…

…es mir gefällt und gut tut. Schon oft habe ich mir überlegt, ob ich den Blog weiterführen soll, ob ich mich auf ein/e Richtung/Thema beschränken soll oder ich habe mich grundsätzlich gefragt, weshalb ich hier überhaupt schreibe.

Die Gedanken und Gefühle preiszugeben ist nicht immer leicht. Es ist eine Art Seelenstreaptase. Und erst noch im Internet. Genau deshalb gebe ich nicht alles preis. Aber dennoch ist es mir wichtig, dass ich nicht nur Werbeartikel schreibe, sondern dieser Blog eben „mein Blog“ ist. Mein ganz persönlicher. Deshalb ist er kunterbunt und absolut nicht perfekt. Muss er aber auch nicht sein. Zum Glück habe ich diesen Anspruch nicht.

Heute ist mir wieder einmal bewusst geworden, dass Schreiben wichtig für mich ist. Genauer gesagt, Lesen und Schreiben begleiten mich schon ganz lange. Lesen und Schreiben tun mir gut. Ich habe schon in meiner Jugend Tagebücher geschrieben, hatte Brieffreundinnen und auch in traurigen Momente zog ich mich in mein Zimmer zurück und liess meinen Gedanken freien Lauf.

Das Lesen war manchmal eine Flucht in eine andere Welt, das Schreiben half mir meine Gefühle in Worte zu fassen. Ganz oft habe ich auch Gedichte geschrieben. Besonders als ich mit sogenannten Schicksalsschlägen zu kämpfen hatte, schrieb ich Gedichte. Ich habe sie aufbewahrt und es sind wahre Schätze für mich.

Was hilft dir in traurigen Situationen oder wie kannst du deine Gefühle in Worte fassen? Ich finde es wichtig, dass wir wissen, was uns gut tut. Denn wenn wir das machen, was uns gut tut, dann sind wir zufriedener mit uns selbst und auch der Umgang mit unseren Mitmenschen ist anders.

Und irgendwie passend zu diesen Gedanken, habe ich gestern einen Podcast entdeckt. Er heisst „Behind“ und ist von Diana Werthmüller. Bis jetzt gibt es drei Folgen und diese können auf Spotify gehört werden. Es geht um die Themen „Trauer“, „Achtsamkeit“ und „Helden im Alltag“. Heute höre ich Podcasts, früher waren es Kassetten. Und auch dies tut mir gut.

Irgendwie ist dieser Artikel ein bisschen chaotisch und ich frage mich, ob „meine Botschaft“ angekommen ist. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich wünsche dir, dass du immer wieder Dinge tun kannst, die dir gut tun. Es ist völlig normal, dass dein Mann, deine Freundin, deine Nachbarin, nicht die selben Dinge tun, um sich zu erholen oder ihre Gefühle auszudrücken. Aber wenn wir uns öffen und einander Verständnis entgegenbringen, dann ist dir und mir geholfen.

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Ps: Das Bild ist von Mailand…ich erinnere mich so gerne an dieses Wochenende.

Erwarte nicht zu viel…

Manchmal, weiss ich genau, über was ich meinen nächsten Blogartikel schreibe. Manchmal, mache ich mir Gedanken dazu, habe aber keine Idee. Ich frage mich, was ich schreiben könnten. Trotz der Gedanken kommt mir kein passendes Thema in den Sinn. Spezialisieren auf nur eine Richtung wie Bücher, Sport oder Beauty will ich mich nicht. Manchmal wäre dies vielleicht einfacher. Aber es ist nicht mein Blog.

Manchmal, denke ich weiter nach, habe eine Idee und frage mich dennoch, ob ich darüber schreiben soll? Ist das Thema zu persönlich oder viel zu oberflächlich? Manchmal, sollte ich einfach schreiben und nicht darüber nachdenken.

Und nun sitze ich hier und schreibe…denken tu ich natürlich trotzdem. Über das, was ich bereits verfasst habe und was ich jetzt schreiben werde. Was mir immer wieder durch den Kopf geht, sind „Erwartungen“. Welche Erwartungen habe ich an mich? An meinen Blog und die Artikel? Welche Erwartungen haben meine Leserinnen und Leser? Welche Erwartungen habe ich zu den Besucherzahlen?

Erwartungen habe ich oft im Leben. Du auch? Erwartungen an mich, Erwartungen an meine Mitmenschen, Erwartungen an ein Ereignis, an das gesamte Leben und vieles mehr. Und dennoch stelle ich mir manchmal die Frage, sind diese Erwartungen sinnvoll und bringen sie mich weiter? Oder bewirken sie genau das Gegenteil? Werde ich davon enttäuscht? Es gibt Beides. Aber hey wie oft sind wir schon enttäuscht worden, weil unsere Erwartungen / Vorstellungen nicht erfüllt wurden? Ja, schon oft. Wie gesagt, es gibt auch das Gegenteil. Wir haben eine Erwartung und die Person verhält sich genau so, wie wir dies erwartet haben oder die Situation trifft so ein, wie wir sie möchten. Aber um was geht es dann genau? Um mich und meine Erwartungen. In einem ersten Schritt finde ich es schön und wertvoll, wenn ich es schaffe, dass ich meine Erwartungen zu Wünschen umformuliere. Wünsche sind bereits mit viel weniger Druck belastet. „Ich wünsche mir, dass…“dies tönt doch schon viel angenehmer als „Ich erwarte / stelle mir vor, dass…“ Wenn Wünsche erfüllt werden, ist dies wunderbar.

Oft sind Erwartungen auch mit der „Rolle“ des Gegenübers verbunden. Ich erwarte von meinem Chef etwas anderes als von einer Freundin. Von meinem Partner erwarte ich wieder etwas anderes als von meiner Mutter. Spannend, wie wir Erwartungen mit den Rollen verbinden. Einerseits ganz normal, verständlich und auch gut. Es ist aber auch hilfreich, dies einmal zu hinterfragen. Denn wirklich oft, sind wir auch aus diesem Grund von unseren Erwartungen und somit indirekt von diesen Personen enttäuscht. Ich denke „Er sollte dies doch wissen, immerhin ist er mein Freund“ oder „Sie müsste sich doch bei mir melden, denn sie ist meine Freundin. Oder hat sie kein Interesse mehr an unserer Freundschaft?“ Ja, und oft bin ich dann enttäuscht, weil diese Person nicht so reagiert oder handelt, wie ich das möchte. Aber wie soll es mein Gegenüber wissen, wenn ich die Erwartung nicht ausspreche? Deshalb kann ich mir überlegen, ob ich diese Erwartung / Wunsch haben will. Wenn ich mich dafür entscheide, ist es sinnvoll, dies dem Gegenüber zu sagen / zeigen. Denn sonst ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich enttäuscht werde. Es geht mir also nicht darum, gar keine Erwartungen mehr zu haben. Aber vielleicht hilft es ganz oft, wenn unsere Erwartungen nicht zu hoch sind und wir diese dann auch aussprechen.

Oft treffe ich auch eine Annahme, was mein Gegenüber für Erwartungen an mich hat. Doch auch bei diesen lohnt es sich, diese zu hinterfragen. Denn wie oft denken wir: „XY hat sicherlich die Erwartung, dass ich genau diese Arbeit noch heute beende.“ Oder „Die anderen denken sicherlich, wenn ich Sport mache, dann sollte ich aber auch eine andere Figur haben“. Wir machen uns Stress, der im Endeffekt gar nicht nötig ist. Ich möchte wegkommen von dieser Erwartungshaltung. Manchmal gelingt es mir, manchmal überhaupt nicht.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne und entspannte Woche.

Es braucht so wenig…

…um manchmal Kraft zu tanken. Die Natur gibt mir immer wieder Kraft. Schon lange habe ich mir überlegt, zu was ich für einen Blogbeitrag schreiben könnte. Irgendwie kamen mir keine schlauen oder interessanten Gedanken. Nun werde ich auch nicht viele Worte schreiben, aber es ist wie so oft: Wenn ich draussen war, geht es mir gut. Im Moment motzen so viele über das Wetter. Ja, ich bin auch nicht begeistert davon. Und ja, ich wollte mich auch davon abhalten, nach draussen zu gehen. Und doch habe ich soeben meinen inneren Schweinehund überwunden und wieder einmal gemerkt, wie gut ein Spaziergang in der Natur tut.


Einmal mehr habe ich auch gemerkt, dass es so darauf ankommt, wo mein Fokus ist. Ist der Fokus nun beim schlechten Wetter oder kann ich über die schöne Landschaft staunen, die sich auch so wunderbar präsentiert? Halte ich mich von ein klein bisschen Wind ab nach draussen zu gehen oder geniesse ich es, wenn ich nach dem Spaziergang mit den kalten Wangen im Warmen sitzen kann? Ein Beispiel wie es oft im Leben ist: Überlege dir, ob du den Fokus auf das Negative oder Positive legen willst. Manchmal eine sehr grosse Herausforderung, gerade auch im Alltag, aber es lohnt sich diese anzunehmen.

In diesem Sinne geniesse ich die Nachwirkung des Spaziergangs und fühle mich nun definitiv zufriedener als vorher. Die Einfachheit und die Unberührtheit sowie die Stille der Natur geben mir immer wieder Kraft und Motivation. Vor allem auch Dankbarkeit für all die kleinen Dinge, die doch so gross und wunderbar sind.

Mit diesen Worten wünsche ich dir eine zufriedene Woche und hoffe, du findest immer wieder den Blick für die schönen Dinge im Alltag und in der Natur.

Was ich dir für das Jahr 2017…

W…eitblick

Ü…berglücklich sein

N…egative Gedanken loslassen

S…elbstbewusstsein

C…harakter

H…erzlichkeit

E…hrlichkeit

All dies wünsche ich dir und auch mir selbst von ganzem Herzen. Gerne schreibe ich noch einige weitere Gedanken dazu.

Weitblick

Ich wünsche dir Weitblick. Weitblick im Alltag, wenn die Alltagssorgen so schlimm erscheinen. Weitblick, dass vielleicht / hoffentlich morgen schon alles besser sein wird. Und falls nicht, denn es gibt ja wirklich immer sehr herausfordernde Zeiten im Leben, dann wünsche ich dir den Weitblick, dass auch solche Situationen Sinn ergeben. Wir können es manchmal nicht begreifen oder erklären. Aber dann wünsche ich uns allen, dass wir den Weitblick haben dies zu akzeptieren. Ich wünsche dir Weitblick für unsere Zukunft. Dass wir den Moment geniessen, uns aber auch überlegen, wie unsere Zukunft aussieht, wie wir diese gestalten möchten und was wir für nächste Generationen tun können.

Überglücklich sein

Ich hoffe du kennst diese Momente auch, in denen du sagst: „Alles ist gut, ich fühle mich so richtig happy.“ Ich wünsche dir und mir möglichst viele solche Momente. Momente bei denen wir die Welt um uns vergessen und das tiefe Glücksgefühl geniessen. Wir können dieses Gefühl ganz unterschiedlich erleben. Unterschiedlich oft, in unterschiedlichen Situationen, unterschiedlich intensiv. Wenn ich die Augen schliesse und an solche Momente denke, erhalte ich auch das Gefühl der tiefen Dankbarkeit. Und dies ist doch wunderschön!

Negative Gedanken loslassen

Schon mehrmals habe ich über meine negativen Gedanken geschrieben. Immer wieder belasten mich negative Gedanken oder Ängste. Darüber sprechen tue ich nicht immer. Manchmal denke ich, dass es ja nichts bringt noch darüber zu reden und doch tut es manchmal gut. Schreiben hilft mir vor allem. Sei es hier auf dem Blog oder intime Gedanken schreibe ich einfach für mich auf. Sei es auf den Notizen im Smartphone, einfach in einem Word-Dokument auf dem Laptop oder ganz simpel auf einem Blatt Papier.

Ich wünsche mir selbst und dir, falls du dies hast, dass wir unsere negativen Gedanken und Ängste immer wieder loslassen können. Zu oft habe ich mir schon das Schlimmste ausgemalt und das Erlebte war dann nicht halb so schlimm oder sogar schön. Negative Gedanken über mich oder über andere können so viel kaputt machen. Und dies ist weder für uns und unser Umfeld gesund. Also lassen wir doch die negativen Gedanken sein und gehen direkt weiter zum Selbstbewusstsein :)

Selbstbewusstsein

Was ist Selbstbewusstsein überhaupt? Viele spannende Bezeichnungen und Artikel sind dazu auffindbar. Für mich zeigt jemand Selbstbewusstsein, wenn die Person weiss was sie will und auch dazu stehen kann. Auch wenn die Mitmenschen vielleicht etwas daran komisch finden oder die Kleidung, die Handlung etc. nicht verstehen können. Doch wenn jemand sein Ding wirklich durchzieht und stolz darauf ist, dann finde ich, dass diese Person sehr selbstbewusst ist. Ich wünsche mir auch immer wieder genügend Selbstbewusstsein. Mir geht es wohl wie anderen auch. An manchen Tagen fühle ich mich selbstbewusst, an anderen gar nicht. Es ist ja auch gut, wenn ich nicht nur ganz selbstbewusst durch die Welt stolziere, sondern mich auch hinterfrage. Dennoch wünsche ich mir und dir ein gesundes Selbstbewusstsein, so dass wir sagen können: Ich bin so, wie ich bin und es ist gut so.

Charakter

Menschen, die Charakter haben, haben Profil. Ich kann eine Person beschreiben, weiss welchen Charakter sie hat. Den Charakter lernen wir ja oft bereits bei Kleinkindern kennen. Der Charakter ist ein Wesenszug eines Menschen. Einen starken oder bewundernswerten Charakter zu haben, bedeutet für mich, dass jemand weiss was er/sie will und zu dem auch stehen kann. Ein Mensch mit Charakter vertritt auch die Wünsche, die ich hier schreibe. Wer möchte nicht selbstbewusst, herzlich, ehrlich, positiv eingestellt, überglücklich und weitsichtig sein? Der Charakter eines Menschen zeigt auch wie er sich den Mitmenschen und sich selber begegnet. Werte und Eigenschaften können den Charakter eines Menschen ebenfalls sehr prägen.

Herzlichkeit

Herzlichkeit, die von Herzen kommt. Gibt es denn überhaupt andere? Ich weiss es nicht, ob ich dies auch Herzlichkeit nennen kann. Doch es zeigt sich, früher oder später, ob jemand herzlich ist oder ob es gespielte Freude, Mitleid oder was auch immer. Ich wünsche uns, dass wir immer wieder herzlich begegnen. Und zwar von ganzem Herzen und ehrlich herzlich. Dass wir einander herzlich begegnen, uns Komplimente machen, anstatt neidisch zu sein, etwas mit Freude für die Mitmenschen tun usw.

Ehrlichkeit

Ehrlichkeit ist ein sehr wichtiges Gut. Ich finde Ehrlichkeit sehr wertvoll. Lügen tut man nicht. Worte aus der Kindheit und wie wahr diese doch sind. Ehrlichkeit kann aber auch sehr verletzend sein. Wie bei vielen Dingen / Worten kommt es darauf an, wie man etwas sagt. Oftmals ist es wichtiger wie etwas an- oder ausgesprochen wird, als was. Ich wünsche mir immer wieder Ehrlichkeit. Das zu sagen was ich will, was ich fühle und was ich möchte. In einem anständigen Ton und so, dass es mein Gegenüber versteht. Das ist nicht immer einfach und deshalb habe ich in all den Jahren auch gelernt immer wieder zu fragen, wie mein Gegenüber das nun verstanden hat.

Mit diesen Gedanken wünsche ich dir einen guten, leichten Start ins neue Jahr!

Bild via Mademyday