Erwarte nicht zu viel…

Manchmal, weiss ich genau, über was ich meinen nächsten Blogartikel schreibe. Manchmal, mache ich mir Gedanken dazu, habe aber keine Idee. Ich frage mich, was ich schreiben könnten. Trotz der Gedanken kommt mir kein passendes Thema in den Sinn. Spezialisieren auf nur eine Richtung wie Bücher, Sport oder Beauty will ich mich nicht. Manchmal wäre dies vielleicht einfacher. Aber es ist nicht mein Blog.

Manchmal, denke ich weiter nach, habe eine Idee und frage mich dennoch, ob ich darüber schreiben soll? Ist das Thema zu persönlich oder viel zu oberflächlich? Manchmal, sollte ich einfach schreiben und nicht darüber nachdenken.

Und nun sitze ich hier und schreibe…denken tu ich natürlich trotzdem. Über das, was ich bereits verfasst habe und was ich jetzt schreiben werde. Was mir immer wieder durch den Kopf geht, sind „Erwartungen“. Welche Erwartungen habe ich an mich? An meinen Blog und die Artikel? Welche Erwartungen haben meine Leserinnen und Leser? Welche Erwartungen habe ich zu den Besucherzahlen?

Erwartungen habe ich oft im Leben. Du auch? Erwartungen an mich, Erwartungen an meine Mitmenschen, Erwartungen an ein Ereignis, an das gesamte Leben und vieles mehr. Und dennoch stelle ich mir manchmal die Frage, sind diese Erwartungen sinnvoll und bringen sie mich weiter? Oder bewirken sie genau das Gegenteil? Werde ich davon enttäuscht? Es gibt Beides. Aber hey wie oft sind wir schon enttäuscht worden, weil unsere Erwartungen / Vorstellungen nicht erfüllt wurden? Ja, schon oft. Wie gesagt, es gibt auch das Gegenteil. Wir haben eine Erwartung und die Person verhält sich genau so, wie wir dies erwartet haben oder die Situation trifft so ein, wie wir sie möchten. Aber um was geht es dann genau? Um mich und meine Erwartungen. In einem ersten Schritt finde ich es schön und wertvoll, wenn ich es schaffe, dass ich meine Erwartungen zu Wünschen umformuliere. Wünsche sind bereits mit viel weniger Druck belastet. „Ich wünsche mir, dass…“dies tönt doch schon viel angenehmer als „Ich erwarte / stelle mir vor, dass…“ Wenn Wünsche erfüllt werden, ist dies wunderbar.

Oft sind Erwartungen auch mit der „Rolle“ des Gegenübers verbunden. Ich erwarte von meinem Chef etwas anderes als von einer Freundin. Von meinem Partner erwarte ich wieder etwas anderes als von meiner Mutter. Spannend, wie wir Erwartungen mit den Rollen verbinden. Einerseits ganz normal, verständlich und auch gut. Es ist aber auch hilfreich, dies einmal zu hinterfragen. Denn wirklich oft, sind wir auch aus diesem Grund von unseren Erwartungen und somit indirekt von diesen Personen enttäuscht. Ich denke „Er sollte dies doch wissen, immerhin ist er mein Freund“ oder „Sie müsste sich doch bei mir melden, denn sie ist meine Freundin. Oder hat sie kein Interesse mehr an unserer Freundschaft?“ Ja, und oft bin ich dann enttäuscht, weil diese Person nicht so reagiert oder handelt, wie ich das möchte. Aber wie soll es mein Gegenüber wissen, wenn ich die Erwartung nicht ausspreche? Deshalb kann ich mir überlegen, ob ich diese Erwartung / Wunsch haben will. Wenn ich mich dafür entscheide, ist es sinnvoll, dies dem Gegenüber zu sagen / zeigen. Denn sonst ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich enttäuscht werde. Es geht mir also nicht darum, gar keine Erwartungen mehr zu haben. Aber vielleicht hilft es ganz oft, wenn unsere Erwartungen nicht zu hoch sind und wir diese dann auch aussprechen.

Oft treffe ich auch eine Annahme, was mein Gegenüber für Erwartungen an mich hat. Doch auch bei diesen lohnt es sich, diese zu hinterfragen. Denn wie oft denken wir: „XY hat sicherlich die Erwartung, dass ich genau diese Arbeit noch heute beende.“ Oder „Die anderen denken sicherlich, wenn ich Sport mache, dann sollte ich aber auch eine andere Figur haben“. Wir machen uns Stress, der im Endeffekt gar nicht nötig ist. Ich möchte wegkommen von dieser Erwartungshaltung. Manchmal gelingt es mir, manchmal überhaupt nicht.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne und entspannte Woche.

Bella Sardegna

Nun sind wir bereits fast seit zwei Wochen zurück aus dem wunderschönen und erholsamen Urlaub in Sardinien. Bereits zum zweiten Mal hat es uns auf die Insel verschlagen und ich kann die Trauminsel absolut weiterempfehlen. Vielleicht überlegst du dir ja auch nach Sardinen zu reisen und dann dienen dir einige Tipps dazu. Falls nicht, geniesse einfach die Fotos, die zumindest dem Geist Erholung schenken :)

Ich „muss“ die Bilder ebenfalls geniessen, denn soeben hat es mir das Meiste von meinem geschriebenen Text wieder gelöscht. Dies ist sehr ärgerlich und es sind solche Momenten, in denen ich zweifle, ob ich nun wirklich nochmals alles schreiben soll. Vor allem hätte es vor einigen Minuten gepasst und nun versuche ich nochmals mit dem gleichen Enthusiasmus einen Reisebericht zu verfassen. Ich hoffe, es gelingt mir.

Anreise / On the road

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um nach Sardinien zu kommen. Viele Familien fahren mit dem eigenen Auto bis nach Italien und benutzen anschliessend die Fähre. Sicher praktisch, weil viel Gepäck mitgenommen werden kann, aber das Ganze hat auch seinen Preis.

Wir sind deshalb beide Male mit Easyjet nach Olbia geflogen. Die Anreise ist kurz und günstig. Von Genf oder Basel ist man in 1h 10 Min. oder 1h 30 Min. in Olbia. Bereits zwei Mal sind wir von Genf aus geflogen und ich finde es immer witzig, dass wir jeweils länger mit dem Zug als mit dem Flugzeug unterwegs sind :)

In Sardinien lohnt es sich ein Auto zu mieten, falls du nicht mit dem eigenen Auto anreist. Die Insel kann mit dem Auto problemlos erkundet werden. Es hat wenig Verkehr und die meisten Strassen sind gut erhalten. Einige Strände sind nur auf Naturstrassen zu erreichen, aber auch diese können problemlos mit einem kleinen Mietauto befahren werden.

Bei unserem ersten Mal waren wir in Cala Liberotto und nun in Arbatax. Beides ist auf der Ostseite der Insel. Es wäre sicherlich auch toll, mal den Süden oder die Westküste zu erkunden. Aber denk daran, dies braucht Zeit. Denn die Insel ist nicht soooo klein wie du vielleicht das Gefühl hast und es gibt auch einige Pässe zu überqueren.

Unterkunft

Wir hatten die Übernachtungen inkl. Frühstück im Hotel Club Saraceno gebucht. Ich würde dieses Hotel wirklich weiterempfehlen. Die Anlage ist sehr gepflegt. Die Zimmer sind einfach, aber schön eingerichtet und verfügen über einen (kleinen) Balkon oder eine Terrasse. Der Essenssaal für Frühstück und Abendessen war sehr gepflegt und geräumig. Zweimal haben wir das Abendessen im Hotel genossen. Dies ist eine tolle Möglichkeit, da du bis um 18.30/19.00 Uhr am selben Abend noch sagen kannst, ob du das Abendessen im Hotel geniessen möchtest. Es gibt immer ein sehr grosses Buffet. Einmal in der Woche gibt es sardische Spezialitäten. Das Abendessen kostet 25 Euro. Darin enthalten sind jegliche Speisen, Getränken und auch eine Flasche Wein.

Auf dem ersten Foto ist der hoteleigene Strand ersichtlich und dies war auch der Ausblick von der Frühstücksterrasse. Beim Hotel gibt es diverse Möglichkeiten für Familien, es hat einen Pool für Erwachsene und einen Kinderpool. Zudem hat es einen Tennisplatz und täglich gibt es Animationsshows und Musik am Abend.

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Was gibt es in Sardinien zu entdecken?

Ich finde, Sardinien hat für alle Personen etwas bereit. Für Familien, für Motorradfahrer, Wanderer, Biker, Naturliebhaber oder auch alle, die „nur“ Strandferien machen möchten. Besonders begeistert hat mich das kristallklare Wasser. Dies ist wirklich wunderschön.

Für uns hat sich der Ausflug zum Golfo di Orosei sehr gelohnt. Da gibt es diverse Badebuchten, die du nur zu Fuss oder mit dem Boot erkunden kannst. Dadurch ist auch das Meer noch klarer und glänzt so richtig Türkis. Entweder mietest du ein Schlauchboot mit Motor und erkundest so die Küste oder du buchst eine geführte Bootstour. Wir haben uns für die geführte Bootstour entschieden. Es gibt diverse Anbieter….am besten Preis und Angebot vergleichen.

Nebst den wunderschönen Buchten vom Golfo di Orosei haben uns folgende Strände begeistert:

Spiaggia del Lido di Orrì und Spiaggia di Cea

Nicht zu vergessen sind Taucherbrille und Schnorchel. Es ist absolut faszinierend in diesem kristallklaren Wasser unterzutauchen. Einige Fische sind zu sehen und wer Lust und Mut hat, würde bei einem „richtigen“ Tauchgang sicherlich noch viel mehr von der Unterwasserwelt profitieren.

Bilder sagen mehr als Worte…deshalb einfach zurücklehnen und geniessen!

Sonnenuntergang Baia di porto frailis


Buchten im Golfo di Orosei

Spiaggia di Cea
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Ich könnte die Bilder stundenlang  betrachten und in Erinnerung schwelgen. Ich habe Sardinien in mein Herz geschlossen und würde die Insel Jedem empfehlen. Vielleicht haben dich die Fotos inspiriert, um deine nächste Reise zu planen oder einfach im Fernweh zu schwelgen.

Von Herzen wünsche ich allen eine wunderbare Woche!

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Es braucht so wenig…

…um manchmal Kraft zu tanken. Die Natur gibt mir immer wieder Kraft. Schon lange habe ich mir überlegt, zu was ich für einen Blogbeitrag schreiben könnte. Irgendwie kamen mir keine schlauen oder interessanten Gedanken. Nun werde ich auch nicht viele Worte schreiben, aber es ist wie so oft: Wenn ich draussen war, geht es mir gut. Im Moment motzen so viele über das Wetter. Ja, ich bin auch nicht begeistert davon. Und ja, ich wollte mich auch davon abhalten, nach draussen zu gehen. Und doch habe ich soeben meinen inneren Schweinehund überwunden und wieder einmal gemerkt, wie gut ein Spaziergang in der Natur tut.


Einmal mehr habe ich auch gemerkt, dass es so darauf ankommt, wo mein Fokus ist. Ist der Fokus nun beim schlechten Wetter oder kann ich über die schöne Landschaft staunen, die sich auch so wunderbar präsentiert? Halte ich mich von ein klein bisschen Wind ab nach draussen zu gehen oder geniesse ich es, wenn ich nach dem Spaziergang mit den kalten Wangen im Warmen sitzen kann? Ein Beispiel wie es oft im Leben ist: Überlege dir, ob du den Fokus auf das Negative oder Positive legen willst. Manchmal eine sehr grosse Herausforderung, gerade auch im Alltag, aber es lohnt sich diese anzunehmen.

In diesem Sinne geniesse ich die Nachwirkung des Spaziergangs und fühle mich nun definitiv zufriedener als vorher. Die Einfachheit und die Unberührtheit sowie die Stille der Natur geben mir immer wieder Kraft und Motivation. Vor allem auch Dankbarkeit für all die kleinen Dinge, die doch so gross und wunderbar sind.

Mit diesen Worten wünsche ich dir eine zufriedene Woche und hoffe, du findest immer wieder den Blick für die schönen Dinge im Alltag und in der Natur.

Landleben…

Das verlängerte Osterwochenende ist bereits wieder Geschichte. Ich habe die freien Tage sehr genossen und bin ein bisschen wehmütig, dass erst Ende Mai wieder ein verlängertes Weekend in Sicht ist. Doch schaue ich das Ganze positiv an, vergeht die Zeit ja schnell und ich kann mich bereits heute auf das längere Weekend Ende Mai freuen.

Ostern war eine Mischung aus Zeit für mich und Besuchen. Besuche bei der Familie, bei Freunden und bei meinem Gottimeitli. Ich hatte aber auch Zeit zu schlafen, endlich Fifty-Shades-of-Grey (ja, den ersten Film) zu schauen und einmal war ich sogar eine Runde joggen.

Das Wetter war leider nicht soooo schön. Doch die Wochen zuvor wurden wir ja mit ganz tollem Frühlingswetter belohnt. Da habe ich einige Fotos gemacht, dich ich hier gerne zeige. Ich finde es so traumhaft schön, wenn im Frühling alles blüht und spriesst. Es ist ein neues Erwachen der Natur und stellt mich immer wieder auf. Diese schönen Bilder sind direkt vor der Haustüre entstanden.


Seit einigen Jahren wohne ich auf dem Land. Wirklich auf dem Land. Ein kleines, schmuckes Dörfchen, dass mittlerweile mein Herz erobert hat. Ich bin nicht auf dem Land aufgewachsen, sondern in einem Schweizer 0815-Dorf mit (damals) ca. 4’000 Einwohnern. Daraufhin wohnte ich in verschiedenen Dörfern/Städten und bevor es mich aufs Land zog, war ich Einwohnerin unserer schönen Hauptstadt. Kannst du dir einen solchen Wechsel vorstellen? Von der Stadt aufs Land? Ich wusste nicht, ob mir das Landleben gefällt. Doch weshalb nicht ausprobieren? Probieren geht schliesslich über Studieren. Zum Glück wohne ich aber immer noch am gleichen Ort!
Wie überall gibt es Vor- und Nachteile. In manchen Situationen wünschte ich mir nicht so ländlich zu wohnen. In anderen Momenten bin ich so glücklich, dass ich mir nichts anderes vorstellen kann. Aber sind wir ehrlich, solche Momente kennen wir doch alle, egal wo wir wohnen.

Ich hatte das Glück in einem Elternhaus mit Garten aufwachsen zu können. Meine Eltern pflegen ihren Garten mit Leidenschaft, so wie es nun auch die Mutter meines Freundes macht. Ich schätze es sehr, dass wir immer wieder von den feinen Lebensmitteln vom Garten profitieren können. Ich hoffe, dass mich diese Leidenschaft auch mal noch begeistern wird. Bis heute ist es leider noch nicht der Fall. Frischer Salat, Karotten, Zwiebeln direkt aus dem Garten und Eier von den „eigenen“ Hühnern. Dies schätze ich immer mehr. In den letzten Jahren sank mein Bewusstsein, dass „es Rüebli uusem Garte“ so anders schmeckt als diese von den Grossverteilern. Mir ist es wichtig, dass ich dieses Bewusstsein nicht verliere und ich finde es auch schade, wenn zum Teil die Kinder nicht mehr wissen, woher die Milch kommt oder einfach sagen: „Na klar, aus dem Migros“.

Passend zu diesem Thema habe ich ein Buch gelesen bzw. einen Teil davon. Alle Themen habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt.

Niklas Kämpargard hat das Buch „Raus aufs Land“ geschrieben. Es geht genau um das Thema, dass wir in der heutigen Gesellschaft öfters wieder zurück zum Bewährten wollen, dass es uns interessiert, woher die Nahrung kommt und wie wir uns selbst versorgen können. Es gibt ganz verschiedene Tipps im Buch, wie zum Beispiel Konfitüre selber hergestellt werden kann, welche Kräuter für was verwendet werden können usw. Es gibt auch Tipps eher für Bauern oder Leute, die wirklich auch die Möglichkeiten auf dem Land haben. Zum Beispiel wie baue ich einen Hühnerstall oder Fakten zur Haltung von Nutztieren. Das Buch ist ein Sachbuch, sehr umfassend mit mehr als 200 Seiten und auch entsprechend schwer. Es ist gebunden und deshalb eher ein alltäglicher Ratgeber als eine Strandlektüre.

Raus aufs Land von Niklas Kaempargard

Ich wünsche dir eine gute Woche und nächste Woche gibt es dann einen Beitrag von einem Kurztrip. Quasi vom Land in die Stadt. In welche Stadt ich reisen werde, erfährst du hier in Kürze.

Herzliche Grüsse, img_9266-7

Das Rezensionsexemplar des Buches „Raus aufs Land“ wurde mir kostenlos vom  zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich hiermit bei der Verlagsgruppe Random House GmbH herzlich dafür.

Phasen…

…durchlebe ich immer wieder. Du auch? Sie sind ständige Begleiter in meinem Leben. Im Moment sind es vor allem zwei Phasen. Die Kreative und die Sportliche. Diese Phasen gefallen mir. Die Launische, die Zickige, die Unzufriedene, die Selbstzweifelnde eher weniger. Und doch gehören all diese Phasen zum Leben. Da ich mich momentan in der sportlichen und kreativen Phase befinde, führe ich doch gerne mal einen Dialog mit den Beiden.

Hallo sportliche Phase. Schön, dass du da bist. Dich mag ich. Soll ich mehr über dich schreiben? Ja, mache ich doch gerne. Du bist der gute Ausgleich für mich. Diesen Winter habe ich dich nicht vernachlässigt. Ich habe mich nicht von dir getrennt, auch wenn die Temperaturen eisig waren. Auch bei Schnee und Kälte haben wir so manchen Kilometer zusammen bewältigt. Wenn wir Zeit zusammen verbringen, merke ich immer wieder, wie gut du mir und meiner Seele tust. Du motivierst mich, verbesserst meine Kondition, bringst mir gute Laune. Viele Leute mögen dich nicht. Ich sage immer: Entweder man liebt dich oder hasst dich. Es gibt nur wenige, die dich nur ein bisschen mögen. Mit dir kann ich die Natur geniessen. Du lässt meinen Gedanken freien Lauf. Mit dir komme ich an meine Grenzen und ich sehe und spüre meine Fortschritte. Joggen, dich mag ich.


Hey hallo kreative Phase. Ja, auch dich mag ich. Ich weiss, du willst nicht zu kurz kommen. Dich vernachlässige ich ganz schön oft. Wirklich? Ist bloggen nicht auch eine Art von Kreativität? In den Phasen, in der wir mehr Zeit miteinander verbringen, frage ich mich, weshalb du oft zu kurz kommst. Denn ich bin gerne kreativ. Ich finde es wunderschön, wie unterschiedlich Zeit mit dir verbracht werden kann. Die einen mögen nähen, die andern basteln, andere backen gerne, die einen dichten oder andere malen. Früher habe ich oft Gedichte geschrieben. Jetzt hin und wieder. Die kreativen Phasen kann ich nicht planen. Gell, du kommst einfach, wenn du Lust dazu hast. Meist spätabends oder gar beim Einschlafen habe ich viele Gedanken, die ich mir dann oft noch auf dem Smartphone notiere. Ich möchte dich wieder so erleben wie früher. Auch mal ohne Internet, ohne die sozialen Medien. Dass ich malen kann und es nicht darauf ankommt, was und wie ich male. Sondern ich male, weil es mir gut tut. Oder ich schreibe einfach, ohne, dass ich die Sätze zehn Mal lesen muss, ob sie sprachlich korrekt verfasst sind.

Hey ihr Phasen, wisst ihr was? Manchmal könnt ihr mich auch ganz schön unter Druck setzen. Beim Sport habe ich das Gefühl, dass ich bei einem Lauf immer bessere Zeiten erreichen muss. Wenn dem nicht so jetzt, bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich denke auch, dass wenn ich zwei bis drei Mal pro Woche joggen gehe, dann sollte ich doch noch fitter sein als ich mich vielleicht fühle. 

Gedanken, die auch zu dieser Phase gehören. Und ja, bei der Kreativität kann dies auch der Fall sein. Dann habe ich das Gefühl, dass es bei meinem Blog nur zählt, wie viele Besucher/innen meinen Artikel gelesen habe. Oder, dass Schreiben nicht genug kreativ ist und ich doch besser mit Nähen beginnen würde. Denn dann könnten meine Mitmenschen meine Werke bestaunen. Ahhhh ja, genau. Dann geht es mir nämlich nicht mehr um Kreativität, sondern um Aufmerksamkeit. Die Aufmerksamkeit, dass Andere meine sportlichen Leistungen oder dann mein selbst genähtes T-Shirt bestaunen (nein, dies wird wohl nie der Fall sein ;-). Aber nein, es soll nicht um Aufmerksamkeit gehen. Ich will mich viel mehr meine Begabungen ausleben und mich darüber freuen, wie meine Mitmenschen in anderen Bereichen kreativ sind.

In diesem Sinne wünsche ich dir viele sportliche und kreative Momente, bei denen du dich glücklich fühlst. Vielleicht bist du jetzt auch in einer Phase des Gedankenstrudels, der Traurigkeit oder der Trägheit. Lass auch diese Phasen zu und freu dich wieder auf die Phasen, welche dich aufheitern werden.


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30, na und?

Wirklich 30? Manchmal kann ich es gar nicht glauben. Es ist schon eine spezielle Zahl, die ich nun an meinem Rücken habe. Bereits im Vorfeld habe ich mir einige Gedanken dazu gemacht. Bei einigen Dingen sagte ich in den letzten Monaten: „Dies will ich noch gemacht haben vor 30.“ Doch weshalb eigentlich? Es ist die Zahl Kopf im Kopf, dass ich mich nicht mehr zu der Jugend zähle, aber auch noch nicht zu den älteren Personen. Das innere Gefühl, dass ich mich zwischen Arbeit und Karriere entscheiden muss. Das Gefühl, ich sollte alles im Griff haben. Das Gefühl, dass ich doch endlich wissen muss, wann ich mehr Schlaf brauche oder weniger Schokolade essen sollte. Es sind vor allem MEINE  Gedanken, von denen ich mich beeinflusse und die mir sagten, die 30 ist speziell.

Doch wann hört die Jugend auf und wann fühlen wir uns alt? Ich glaube, dies kann und will ich nicht einfach mit einer Zahl definieren. Es ist immer Ansichtssache wer nun jung oder alt ist. Zudem definiert sich dies ja nicht nur an der Zahl. Deshalb sage ich mir…30, na und?

Ich bin dankbar, dass ich 30 bin und für das was ich bisher alles erlebt habe. Es gibt bei mir, wie in jedem Leben, glückliche, traurige, nachdenkliche, lustige, doofe und vor allem immer wieder einmalige Tage. Vor zehn Jahren hätte ich wohl nicht gedacht, dass ich dies alles erleben werde. Doch dies ist wohl bei fast allen bei uns der Fall. Wir können die Zukunft nicht vorhersehen und dies ist auch gut so.

Also lieber feiern als Trübsal blasen. Deshalb lud ich vor einer Woche zu meinem Geburtstagsfest ein. Ich feierte meinen 30. Geburtstag vor, welcher am Montag war. Mit Familie und Freunden liess ich es mir gut gehen. Es gab feine Spaghetti, ein mindestens so köstliches Dessertbuffet und ein Geburtstagsquiz über mich. Für mich war es schön, den Tag mit all diesen lieben Personen zu verbringen und die Zeit mit ihnen zu geniessen. Es ist ein Geschenk, so eine tolle Familie und Freunde um mich zu haben. Auch materiell wurde ich reich von ihnen beschenkt und dafür möchte ich mich ebenfalls nochmals bedanken! MERCI!!!

Am Montag, an meinem Geburtstag, ging ich ganz normal zur Arbeit. Mein Büro war an diesem Tag nicht im normalen Zustand. Nein, es war wunderschön und kreativ von meinen Arbeitskolleginnen dekoriert. Die tollen Ballone zieren mein Büro immer noch und sie bereiten mir grosse Freude.

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Dieses Bild gefällt mir sehr. Ich halte die 30 und damit alles was ich bis heute erlebt habe, fest in meinen Händen. Ich will dies nicht loslassen, sondern fest in meinem Herzen bewahren. Denn all diese Momente machen mich zu dieser Person, die ich heute bin. Zudem blicke ich hoch, doch ein bisschen ungläubig, dass ich nun 30 bin und vor allem gespannt, was mich in den nächsten Jahren alles erwarten wird.

Ich wünsche euch allen einen erholsamen Abend und morgen einen guten Start in die neue Woche.

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Winterwonderland…

Wenn es draussen so richtig kalt und neblig ist wie heute, dann braucht es umso mehr, um den inneren Schweinehund zu überwinden und nach draussen zu gehen. Wenn ich etwas abgemacht habe, sei es zum joggen oder sonst was, ist es kein Problem. Doch an einem Sonntag, wenn es drinnen warm ist und ich mich so richtig schön eingekuschelt habe, braucht es so viel Überwindung, dass ich mich aufraffen kann.

Doch heute als ich mein Buch mit 450 Seiten fertig gelesen hatte, kam der Drang – oder war es das schlechte Gewissen? – mich ein bisschen zu bewegen und frische Luft zu schnappen.

Ich habe es tatsächlich geschafft mich zu überwinden, warme Kleider anzuziehen und dann ab in den Schnee. Im Moment ist es eisig kalt, aber die wunderschöne Natur ist trotzdem herrlich anzusehen, auch wenn die Sonne nicht scheint und das Gesicht von der Kälte brennt. Vor allem ist es herrlich, wenn dies direkt vor der Haustüre ist.

Hier noch drei Winterbilder und in diesem Sinne wünsche ich einen warmen und gemütlichen Abend.